Lutz Urbach

Die Kinder- und Jugendstiftung

Es gibt Dinge – die kann ich nicht verstehen! Wenn zum Beispiel ein Kind im Kindergarten leichte bis mittlere Entwicklungsverzögerungen im sprachlichen oder motorischen Bereich hat, dann kann durch relativ wenig Therapie sehr viel erreicht werden. Aber es gibt keine Institution, die das bezahlen würde. Für die Krankenkasse muss erst ein richtiger Befund vorliegen, und die Jugendhilfe tritt sogar erst ein, wenn eine seelische Behinderung droht. Das wiederum verstehe ich nicht!

Das kann doch nicht sein! Muss denn das Kind erst in den sprichwörtlichen Brunnen fallen?

Hier setzt die Kinder- und Jugendstiftung an:
Stellen die Erzieherinnen im Kindergarten fest, dass da ein Problem liegt, dann kommt ein – und das ist neu – interdisziplinäres Team von Therapeuten zum Einsatz. Der Ergotherapeut schaffte es durch seine Arbeit, die Aufmerksamkeit, die Konzentrationsfähigkeit der Kinder zu erhöhen – und in diesem Moment betritt die Sprachtherapeutin den Raum und nutzt die Konzentration der Kinder für ihre Arbeit aus. Höchst effektiv! Gelebte Praxis.
Bezahlt werden die Therapeuten der Fachrichtungen Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie durch die Kinder- und Jugendstiftung, deren Gründungsmitglied ich bin.

Ich habe die Arbeit in der Stiftung immer gerne getan. Denn als Jugenddezernent habe ich tagtäglich live und in Farbe mitbekommen habe, wie schwer es manchmal für das Jugendamt ist, die notwendige Hilfe zu leisten.

Gemeinsam mit Ranga Yogeshwar und einigen Mitstreitern habe ich zwei große Veranstaltungen organisiert, die viel Geld für die Stiftung erzielt haben. Das Eine war eine Benefizgala, die Ranga moderiert hat. Die zweite Aktion war ein Benefizkochen meiner Männerkochgruppe „Brutzelbrüder“ in der Sportschule des Fußballverbandes, bei der wir ebenfalls einen satten Gewinn einstreichen konnten.

Die Kinder- und Jugendstiftung ist eine tolle Sache. Und doch war es der konsequente Schritt, nach unserem Umzug nach Bergisch Gladbach langsam Abschied zu nehmen. Das „Abschiedsschreiben“ des Vorsitzenden der Stiftung, Herrn Dr. med. Wilhelm Thiele, finden Sie zur Rechten.

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