Anfang der 80er Jahre hat sich in der Katholischen Pfarrgemeinde Sankt Adelheid in Köln-Neubrück eine Jugendmessband gegründet. Martin Zimmer (Tasten, Bass, Saxophon, Gesang), Dirk Schwertner (Gitarre), Thomas Milz (Tasten), Klaus Strack (Trompete) und ich (Gitarre, Gesang) waren eigentlich immer die „Stammbesetzung“.
Zwischenzeitlich hatten wir auch immer wieder einen Schlagzeuger an Bord, und manchmal haben auch Sängerinnen uns unterstützt.
Eine der ersten Messen hatte einen sehr traurigen Anlass; Sascha, ein Freund, hatte sich das Leben genommen. Später wurden die Anlässe erfreulicher. Überwiegend spielten wir „normale Jugendmessen“, aber auch immer mehr Hochzeiten und Taufen. Höhepunkte waren das jährliche Chörefest, das der damalige Stadtjugendseelsorger von Köln, Winfried Motter, in Sankt Maria im Kapitol veranstaltete, aber auch Messen im Altenberger Dom. Wir spielten mit der Band bei den Hochzeiten der Bandmitglieder und zum Beispiel auch bei den Taufen von Justus und Johanna.
Die Band ist bis heute nicht aufgelöst. Der letzte gemeinsame Auftritt war die Taufe unserer Tochter Johanna am 19. August 2006. Daher rührt auch das Bild. Leider ist unser Freund Dirk (er spielt auf dem Bild neben mir Gitarre) kurz darauf völlig unerwartet verstorben. Beim Jahrgedächtnis für Dirk gab es das letzte Mal Musik von uns in der Kirche; Martin und ich haben zwei Lieder für Dirk gespielt. Die Messe hatte wie so oft, wenn es im Kreis der Band einen besonderen Anlass gab, Winfried Motter gehalten. Winfried ist unseren Familien zum Freund geworden – in guten wie in schlechten Zeiten. Er hat auch unsere Kinder getauft.
Noch gestern war Ehemaligentreffen mit Winfrieds Weggefährten in der Kölner Minoritenkirche, und Winfried stellte seine Begrüßung unter den Satz „Das Herz wird reich, durch das, was es schenkt!“
Was unsere Band angeht und die daraus entstandenen Freundschaften, ist das in jedem Fall richtig.
Bergisch Gladbach, den 15. Juni 2009, Lutz Urbach