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Die Arbeit in einer Kommunalverwaltung ist eine der spannendsten, vielseitigsten und unmittelbarsten Aufgaben, die ich kenne. Sie ist unglaublich nah an den Menschen dran und bietet eine große Fülle von Gestaltungsmöglichkeiten. Und mit ihr ist die Möglichkeit zu einem intensiven „Teamplay“ verbunden.
1986 habe ich mein Studium der Verwaltungswissenschaften begonnen und 1989 als Diplom Verwaltungswirt abgeschlossen.
Ich habe dann mehr als 6 Jahre im Personalamt der Stadt Köln gearbeitet. In der „normalen Sachbearbeitung“, dann in der Ausbildungsleitung für den gehobenen Dienst, im zentralen Personaleinsatz, im Personalkrisenmanagement, und schließlich habe ich am Einsatz eines Personalmanagementsystems (SAP) mitgewirkt.Gerade die Zeit in der Ausbildungsleitung und im Personaleinsatz hat mich geprägt. Ich habe begriffen, dass Menschen dort die besten Leistungen bringen, wo sie gerne zur Arbeit gehen. Dabei ist ein intaktes kollegiales Umfeld mindestens genau so wichtig, wie die eigentliche Aufgabe.
Anfang 1997 bin ich als Assistent zur CDU-Ratsfraktion gewechselt. Dort habe ich mich um die folgenden Ausschüsse gekümmert: - Ausschuss für allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen
- Ausschuss für Tiefbau und Verkehr
- Wirtschaftsausschuss
- Rechnungsprüfungsausschuss
- Stadtentwicklungsausschuss
Der Stadtentwicklungsausschuss war ein besonderer; denn Vorsitzender war der damals noch ehrenamtlich kommunalpolitisch tätige Harry Blum. Harry Blum war ein sehr besonderer Mensch, ein – im allerbesten Sinne – „Menschenfänger“, der mit seiner liebenswerten Art, seinem manchmal schelmischen Humor Menschen für sich einnahm – mich auch! Er wurde dann 1999 zum ersten direkt gewählten Oberbürgermeister von Köln. Harry Blum fragte mich, ob ich in sein Referententeam wechseln wollte. Natürlich wollte ich. Und es folgte das schönste und spannendste halbe Jahr meines bisherigen beruflichen Lebens. Harry Blum hatte ein unglaubliches Gespür für Menschen, Themen und Optionen. Leider aber war ihm nur eine kurze Amtszeit vergönnt. Nach kurzer schwerer Erkrankung starb er.
Ich habe dann Ende 2000 auch noch kurz für Fritz Schramma gearbeitet, den ich schon viele Jahre kannte. Aber mein beruflicher Weg nahm dann eine neue Wendung.
Wir wohnten seit 1995 in Hennef, und ich hatte mich dort als sachkundiger Bürger in verschiedenen Ratsausschüssen engagiert. Ich wurde zum Beigeordneten und Kämmerer der Stadt Hennef gewählt – mit den Stimmen von CDU und Bündnis90/die Grünen.
Im Laufe meiner 8 Beigeordnetenjahre hatte ich die Aufgaben: - Finanzen/Finanzsteuerung (Kämmerer)
- Stadtkasse
- Steuerabteilung
- Kinder, Jugend und Familie
- Gebäudewirtschaft
- Stadtentwicklung
- Liegenschaften
- Stadtmarketing
- Tourismus
- Abwasserbeseitigung
Außerdem war ich Geschäftsführer der Stadtwerke Hennef.
In meiner Zeit habe ich – gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen - eine Menge Dinge bewirkt. Wahrscheinlich wäre ich weiter in Hennef geblieben, wenn die Stelle erhalten geblieben wäre. Von damals drei Beigeordnetenstellen fielen aber zwei weg – auch meine. So musste ich über den weiteren beruflichen Weg nachdenken. Die Selbständigkeit mit meiner Firma ist gut, aber was mir wirklich fehlt, das ist, in ein Team eingebunden zu sein.
Also – was tun? Nach dem Studium in Köln war ich zunächst als Sachbearbeiter tätig, habe dann aber immer mehr Verantwortung übernehmen dürfen. Nach den 8 Jahren als Beigeordneter und Kämmerer ist die Bewerbung um das Bürgermeisteramt ein logisch folgender nächster Schritt.
Sollte es in Bergisch Gladbach mit der Wahl klappen, dann werde ich mir die Verwaltung in Bergisch Gladbach genau ansehen. Ich sehe schon in einigen Bereichen im Aufbau „logische Brüche“. Ich bin auch der Meinung, dass ein Bürgermeister durchaus ein eigenes Dezernat haben kann. (Der derzeitige Bürgermeister hat das nicht.) Die Aufgaben Personal und Organisation würde ich ganz sicher bei mir anbinden – nicht umsonst komme ich „von Haus aus“ aus dem Personalbereich. Die Wirtschaftsförderung muss in diesen Zeiten schlicht Chefsache sein, ist darüber hinaus eines meiner Steckenpferde. Beschwerdemanagement gehört zum Bürgermeister. Und ob da im Bereich Planung alles so logisch aufgebaut ist? Aber es würde keine sofortigen radikalen Umbrüche geben! Veränderungen gestaltet man am besten im Miteinander, im Dialog und in einer Abwägung der Vor- und Nachteile.
Meine Kolleginnen und Kollegen in Hennef haben es 8 Jahre lang erlebt; ich habe nicht nur gesagt, dass ich gerne mit ihnen spreche – wir haben gerne und viel miteinander gesprochen (und auch das gehört dazu – wir haben ebenfalls viel gelacht). Das Teamspiel war der entscheidende Punkt! Ich bin wirklich immer gerne ins Rathaus gefahren. Und wir haben immer gerne unsere Hirne zermartert, um die für die Stadt beste Lösung herauszufinden.
Doch, das würde ich gerne wieder und weiter tun: Meine Erfahrungen und meine Grundlagen einsetzen! Meine Grundlagen aus dem Studium der kommunalen Verwaltungswissenschaften, meine Erfahrungen bei der sehr großen Stadtverwaltung Köln und die als Beigeordneter und Kämmerer in der 46.000-Einwohner-Stadt Hennef!
Ich bin gut ausgebildet, um das Beste für die Stadt Bergisch Gladbach zu erreichen. Denn: Bergisch Gladbach kann mehr! Kann mehr als heute „rausgeholt“ wird.
Ich kann das! Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen im Rathaus!
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