Lutz Urbach

Politisch.

Welche Erfahrungen haben Sie vorzuweisen,
was qualifiziert Sie für das Bürgermeisteramt?

 

"Ich bin Diplom Verwaltungswirt, habe also Verwaltungs-
wissenschaften studiert, und zwar speziell für den kommunalen Verwaltungsdienst. Die notwendige fachlich-theoretische Grundlage ist somit qualifiziert gelegt worden. Dann habe ich in verschiedenen Funktionen über einen Zeitraum von 15 Jahren in der sehr großen Stadtverwaltung Köln Erfahrungen sammeln können; zuletzt als Fachreferent des Oberbürgermeisters.

Von 2001 bis 2009 war ich Beigeordneter und Kämmerer einer Mittelstadt.
Dies hat mir zu Führungserfahrung für ca. 140 Kolleginnen und Mitarbeitern verholfen. Als Kämmerer kenne ich selbstverständlich die Steuerung der Kommunalfinanzen aus dem Effeff, aber in meinem Verantwortungsbereich lagen auch die Bereiche Wirtschaftsförderung, Liegenschaften, Tourismus, Stadtmarketing, Kinder, Jugend und Familie, das Abwasserwesen und die Gebäudewirtschaft. Außerdem war ich seit 2001 Geschäftsführer der Stadtwerke Hennef.
Im Jahr 2008 habe ich meine Firma "LU-PE", Lutz Urbach Personalentwicklung gegründet.

Seit knapp 25 Jahren bin ich Mitglied der CDU, und stets habe ich mich an meinem Wohnort in der CDU für die Menschen engagiert. In Hennef war ich vor meiner Wahl zum Beigeordneten sachkundiger Bürger in mehreren Ratsausschüssen und stellvertretender Geschäftsführer des CDU-Stadtverbandes. Außerdem war ich bei der Stadt Köln einige Jahre Vorsitzender der CDA/CDU-Betriebsgruppe mit mehr als 400 Mitgliedern."

 

Wie sehen Sie die derzeitige politische Lage in Bergisch Gladbach, welches sind Ihre vordringlichen Ziele?

"In den vergangenen Jahren wurden in der Stadtentwicklung die Stadtteile viel zu sehr vernachlässigt. Die Stärke Bergisch Gladbachs liegt aber eben in der Attraktivität der Stadtteile, der Dörfer und Quartiere – in Köln würde man sagen „der Veedel“. Dort findet das Leben statt, dort engagieren sich Menschen in Vereinen, dort wird Gemeinschaft gelebt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gestaltung der Stadt für die Generationen. Hier dürfen Alt und Jung nicht gegeneinander ausgespielt werden, sondern die Maßnahmen müssen auf ein Miteinander der Generationen ausgerichtet sein.

Besorgniserregend ist die Entwicklung der Finanzen der Stadt Bergisch Gladbach. De facto ist die Finanzlage nach meiner Einschätzung dramatisch. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, dass der Nothaushalt droht. Aber scheinbar darf der Kämmerer nicht handeln. Bis zur Kommunalwahl soll wohl der Eindruck vermittelt werden, dass die Finanzen noch in Ordnung seien. Ehrlich ist das nicht!"

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